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Wer ist der EMKlub?

Der EMKlub ist ein Alumni-Verein der Freunde der Praktischen Entwicklungsmethodik an der Technischen Universität Darmstadt e.V.

Der Förderverein wurde 1995 gegründet als Verein der Freunde des Instituts für Elektromechanische Konstruktionen an der Technischen Universität Darmstadt e.V. In der Mitgliederversammlung 2018 wurde eine Namens- und Satzungsänderung beschlossen, weil das Institut für EMK formal nicht mehr existiert. Das Markenzeichen des Instituts für EMK war die Praktische Entwicklungsmethodik. Diese allseits geachtete Lehrveranstaltung wird weiterhin erfolgreich von vier Fachgebieten getragen. Daher fördert der EMKlub Forschung und Lehre im Netzwerk der Alumni und Studierenden bzw. Mitarbeitern der u.a. Fachgebiete.

Neben den Studierenden und Mitarbeitern an den Fachgebieten der TU Darmstadt, die die Praktische Entwicklungsmethodik unterstützen, hat der Förderverein über 150 Mitglieder aus Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft. Dabei sind nicht nur die typischen Ingenieurberufe vertreten, sondern auch Mitglieder aus den unterschiedlichsten Branchen zu finden.

Auf unserer Mitglieder-Karte ist zu sehen, wie breit das Netzwerk des EMKlub verzweigt ist.

Was ist eigentlich “Praktische Entwicklungsmethodik” ?

Hohe Auszeichnung für „PEM“: v.l.n.r. Prof. Roland Werthschützky, Prof. Helmut Schlaak, Prof. Heinz Weißmantel, Prof. Heinrich Buschmann, Dr. Matthias Staab, Dr. Carsten Neupert. Bild: Uwe Dettmar

PEM ist eine Lehrveranstaltung, die am 16. Dezember 2013 mit dem ersten Projektpreis des Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre ausgezeichnet wurde. Der mit 130.000 Euro dotierte Preis ist der höchst dotierte staatlich vergebene Lehrpreis der Bundesrepublik Deutschland.

 

 

… „Methodisches Vorgehen ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Produktentwicklung. Immer kürzere Entwicklungszeiten erfordern heute ein gutes Ergebnis in möglichst kurzer Zeit. Das Projektseminar ,Praktische Entwicklungsmethodik‘ wird dieser Aufgabe optimal gerecht“, so das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. „Mit dem Entwicklungsprozess sammeln die Studierenden neben technischem Fachwissen und sozialen Kompetenzen Erfahrungen, die sie im zukünftigen Berufsalltag in der Industrie sofort einsetzen können.“

Selbstständigkeit hat bei Aufgabenlösung hohe Priorität

…„Unser Ziel als Betreuer ist es, dass die Studierenden möglichst selbstständig zu ihrer Lösung gelangen. Die erste Hürde ist hierbei oft die Frage: Wie setze ich das angesammelte theoretische Wissen aus den Vorlesungen in die Praxis um“, berichtet Carsten Neupert. … In den Teams treffen Studierende aus unterschiedlichen Semestern, Studiengängen und Nationen aufeinander. Hier gilt es zunächst, eine gemeinsame „Sprache“ zu finden. Aber PEM geht noch einen Schritt weiter, denn am Ende eines Projektseminars steht immer ein funktionsfähiger Prototyp. Nur so bekommen die Studierenden auch ein Gefühl dafür, welche Probleme bei der praktischen Umsetzung eines auf dem Papier entwickelten Konzepts auftreten können. „Das hat jedes Mal einen unglaublichen Aha- und Lern-Effekt“, so Carsten Neupert.

PEM – Eine Erfolgsgeschichte

Die Ergebnisse können sich traditionell sehen lassen: Die Lösungen zum Thema Geschwindigkeitsregelungen von Kraftfahrzeugen (PEM 1969) führten so beispielsweise zu dem heute in fast jedem Kraftfahrzeug der gehobenen Mittelklasse verwendeten Tempomaten. Weit der Zeit voraus wurde in den Jahren 1989/90 unter Mitwirkung von Professor Bernhard Cramer und Professor Heinz Weißmantel das Solarmobil „Pinky“ gemeinsam durch die PEM-Gruppen entwickelt. Es gewann mehrfach die Solarmobil-Weltmeisterschaften „Tour de Sol“ 1990, 1991 und 1992. Heute steht es im Deutschen Museum in München. Bereits 1965 wurde „PEM“ am Institut für Elektromechanische Konstruktionen (EMK) des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik auf Initiative von Professor Heinrich Buschmann, damals noch als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut EMK tätig, ins Leben gerufen. Seit der ersten Veranstaltung von PEM im Jahr 1965 wurden am EMK bis heute rund 4.000 Studierende auf diese Weise ausgebildet und etwa 1.200 Projektseminare erfolgreich durchgeführt. sip,cn (Auszug)


PEM – Aktuell

► TU-Darmstadt – Praktische Entwicklungsmethodik (PEM)


Hier gibt es YouTube Videos über die PEM Abschlußwettbewerbe

► Tauch Roboter 2016 ► Skisprungroboter 2017

Der Vorstand

  • Prof. Dr.-Ing. Heinz Weißmantel
    Prof. Dr.-Ing. Heinz WeißmantelEhrenvorsitzender
    Heinz Weißmantel, Jahrgang 1934, seit 1976 Professor am Institut für EMK, gehörte ab 1964 zur ersten Assistentengeneration, mit anschließender Industrietätigkeit...
  • Dr.-Ing. Robert Jung
    Dr.-Ing. Robert Jung1. Vorsitzender
    Robert Jung studierte von 1973 bis 1979 Elektrotechnik/EMK an der TU Darmstadt. 1985 wurde er in dem Fachgebiet Elektrische Kleinmotoren...
  • Prof. Dr. mont. Mario Kupnik
    Prof. Dr. mont. Mario Kupnik2. Vorsitzender
    Seit 2015 Professor, Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, Fachgebiet Mess- und Sensortechnik. 2011 – 2014 Professor, Brandenburgische Technische...
  • Niko Faul
    Niko FaulKassenwart
    Seit 2019 Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Integrierte Mikro-Nano-Systeme, Technische Universität Darmstadt, im ERC Forschungsprojekt MICROCRYO mit dem Schwerpunkt...
  • Prof. Dr.-Ing. Roland Werthschützky
    Prof. Dr.-Ing. Roland WerthschützkyBeisitzer
    Roland Werthschützky, Jahrgang 1950, wechselte nach elfjährigen Industrieaufenthalt in einer Automatisierungsfirma bei Berlin und zweieinhalbjähriger Professur für Messtechnik an der...
  • Dr.-Ing. Michael Franke
    Dr.-Ing. Michael FrankeBeisitzer
    Michael Franke studierte von 1984 bis 1990 Elektrotechnik an der TU Darmstadt mit dem Schwerpunkt EMK. Es folgte die Promotion...
  • Dr. phil. nat. Hans Joachim Ilgen
    Dr. phil. nat. Hans Joachim IlgenBeisitzer
    Hans Joachim Ilgen Von 1985 bis 2011 war ich Akademischer Rat am Institut EMK. Als Gründungsmitglied und nach 16 jähriger...
  • Dr.-Ing. Matthias Staab
    Dr.-Ing. Matthias StaabBeisitzer
    Matthias Staab studierte von 2001 bis 2007 Elektro- und Informationstechnik an der TU Darmstadt. Zum Institut EMK kam er wegen...
  • Dipl.-Ing. Florian Dassinger
    Dipl.-Ing. Florian DassingerBeisitzer
    Florian Dassinger studierte an der TU-Darmstadt von 2003 bis 2010 Elektro- und Informationstechnik. Das Institut für EMK interessierte ihn dabei...
  • Claas Hartmann
    Claas HartmannBeisitzer
    Claas Hartmann received his M.Sc. in precision engineering from the Department of Electrical Engineering and Information Technology, Technische Universität Darmstadt,...
  • Florian Klug
    Florian KlugBeisitzer
    Studium der Elektro- und Informationstechnik an der TU Darmstadt zwischen 2009 und 2015. Vertiefung Mikro- und Feinwerktechnik am Institut EMK....
  • Dominik Großkurth
    Dominik GroßkurthBeisitzer
    Seit 2016 Doktorand und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Integrierte Elektronische Systeme, Technische Universität Darmstadt 2014 – 2016 Master of Science...
  • B.Sc.  Sven Suppelt
    B.Sc. Sven SuppeltBeisitzer
    Sven Suppelt ist seit 2018 Studierendenvertreter und seit Ende 2019 Vorstandsmitglied des Emklubs. Seinen B.Sc schrieb er 2018 am Fachbereich...

Satzung

Historie

Hier gibt es ein besonderes Vergnügen für alle Studierenden aus den 80er Jahren. Ein Film von Prof. Cramer über die Studienrichtung Elektromechanische Konstruktionen.

Bitte anklicken  ►     Historisches Video

Wie alles begann…

Prof. Dr.-Ing. Heinz Weißmantel

Prof. Weißmantel

Wie kam ich zu EMK oder auch wie kam EMK zu mir?

1959 begann ich an der TH Darmstadt Energietechnik zu studieren. Eine Lehre als Elektromechaniker und ein Studium an der Ingenieurschule Darmstadt ging dem voraus. Man nannte das den zweiten Bildungsweg. Als ich dann 1964 mein Studium abgeschlossen hatte, wurde ich auf das neue Institut „Elektromechanische Konstruktionen und konstruktive Entwicklung elektromechanischer Geräte“ unter Prof. Dr.-Ing. Curt Brader aufmerksam. Vom Sehen kannte ich Prof. Brader. Wir fuhren öfters gemeinsam im Aufzug in den 4. Stock der damals starkstromtechnischen Institute. Dort im Raum 416, und nur in diesem Raum, befand sich die Keimzelle des Instituts EMK. Dr. Brader, im Fernschreiberlabor der Firma Siemens tätig, erhielt im Frühjahr 1963 den Ruf auf den neu gegründeten Lehrstuhl. Ich bewarb  mich also bei Prof. Brader und stellte mich bei ihm vor.

Prof. Brader

„Sie fehlen mir gerade noch“ sagte er, ich bin Maschinenbauer mit Erfahrung aus der Luftfahrttechnik und Vater des legendären Fernschreibers 100, ein Physiker, Herr Buschmann, auch aus dem Siemens-Fernschreiberlabor, ein Regelungstechniker, Herr Wächtler, ein Nachrichtentechniker, Herr Gerhard und sie, wir werden das Kind schon schaukeln. Innerhalb von zwei Wochen waren die Formalitäten erledigt und ich konnte meinen Arbeitsplatz im Raum 416 belegen, zusammen mit HiWi’s und der technischen Zeichnerin des Instituts. Sie kochte den Kaffee, in dem der Löffel stecken blieb. Das  Institut war Dank der Hilfe anderer Institute inzwischen auf ca. 350 qm gewachsen, einschließlich der von Herrn Engel geleiteten Werkstatt. Trotzdem waren Geld, Geräte und Platz Mangelware. Die Studentenarbeitsplätze wurden auf dem Flur im ersten Stock zwischen zwei Glastüren untergebracht. Jeder, der Prof.  Brader aufsuchte, auch die Professorenkollegen, bekam die Enge am Institut so eindruckvoll demonstriert. Platz und Geld waren in diesem Gebäude mehr als genug vorhanden. Nur standen diese dem neuen Institut nicht oder unzureichend zur Verfügung.

Prof. Buschmann

Ein völlig neuer Studienplan wurde erarbeitet, eine Bibliothek aufgebaut, Laboreinrichtung beschafft, Werkstatt eingerichtet, Vorlesungen und Praktika aufgebaut und natürlich auch gefeiert. Der Arbeitstag dauerte oft bis tief in die Nacht. Diskussionen zum Thema Ausbildung im Bereich des Konstruierens oder Vorbereitung der Vorlesung einschließlich vieler Vorlesungs- und Praktikumsversuche mit einfachen Mitteln, das Wesentliche aufzeigen, und den Studenten nahezubringen, war für uns, die wir ja alle kein EMK Studium absolviert hatten, Neuland. Wir waren berufen, etwas Neues auf die Beine zu stellen und herkömmliche Strukturen zu verändern und zu überwinden. So entstanden damals 1964/65 mit vielen Versuchen zur Gruppengröße und Themenvielfalt der zu bearbeiteten Aufgaben die Projektseminare wie sie heute noch üblich sind und ein Studienplan, der den Studenten viel mehr Freiheit ließ. Der Student konnte mehrere Schwerpunkte, die seinen Neigungen entgegenkamen, auswählen. Auch hatten die Studenten schon Diskussionsrecht in den Institutsgesprächen und bei der Notengebung zu Studien- und Diplomarbeiten. Die Möglichkeit der Erprobung des Vortrags vor dem Assistenten und einigen Studenten stammen aus dieser Zeit. Zusätzlich kam dann auch noch die Planung des neuen Institutsgebäudes auf die Mitarbeiter zu. Prof. Brader und Herr Dr.-Ing. A. Kessler (NT) wurden die Gesamtplanung mit dem Architekturbüro von Prof. Neufert übertragen.

Herr Engel

Prof. Brader war Dekan, und in einer sehr kritischen Zeit 1968/69 Rektor der Technischen Hochschule Darmstadt. In dieser Zeit übernahmen wir, die Assistenten, viele seiner Aufgaben und lernten so auch Vorlesungen aufzubauen und selbst zu halten. Zudem stieg die Zahl der Studenten regelmäßig an, bis zum Höhepunkt in den achtziger Jahren in der bis zu 80 Neuanfänger in der ersten EMK Vorlesung anwesend waren. Die Zahl der Mitarbeiter stieg allerdings nicht im gleichen Maße an. Deshalb haben wir, die erste Assistentengeneration mehr als die auch damals schon vorgeschriebenen 5 Jahre für die Dissertation benötigt. Ich bin nach meiner Dr. Prüfung in die Industrie gewechselt. HELLA, Lippstadt und FAULHABER, Schönaich waren die Stationen meines industriellen Wirkens. Ich konnte meine Erfahrungen aus der EMK-Zeit in jedem Fall nutzbringend einsetzen, sei es die Gruppenarbeit oder auch das selbständige Handeln. Ich verdanke diesen Jahren des Aufbaus am Institut sehr viel, bis heute. 1976 erhielt ich dann den Ruf auf eine neue Professur „Technologie der Feinwerktechnik“ am Institut EMK der TH Darmstadt. Das ist dann eine andere Geschichte… Heinz Weißmantel

Der Verein

Das Netzwerk EMKlub verbindet Studierende, Absolventen, Institutsmitarbeiter und Unternehmen.

Das Institut für Elektromechanische Konstruktionen an der TU Darmstadt wurde von Prof. Brader 1963 gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich zu einer anerkannten Einrichtung der TU Darmstadt entwickelt. Entsprechend der fächerübergreifenden Arbeit in Lehre und Forschung des Instituts wurden Formen der Ingenieurausbildung erarbeitet, die neben der Entwicklung rein fachlicher Kompetenz das Ziel verfolgen, Qualitäten wie methodisches Vorgehen, Teamfähigkeit oder Präsentationstechniken zu fördern. Insbesondere wurden 2013 die Projektseminare “Praktische Entwicklungsmethodik” (PEM) als hervorragendes Lehrkonzept mit dem Hessischen Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre ausgezeichnet. Nicht zuletzt ist die erfolgreiche Arbeit der zahlreichen Absolventen in vielfältigen Industriezweigen eine erfreuliche Bestätigung für diese Ausbildung. Viele von ihnen unterhalten nach wie vor einen aktiven persönlichen Kontakt zum Institut. Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Cramer in den Ruhestand gründeten 1995 Absolventen und Institutsmitarbeiter/innen zur Unterstützung der Institutsarbeit den “Verein der Freunde des Instituts für Elektromechanische Konstruktionen an der Technischen Universität Darmstadt e. V.“. So wie sich innerhalb und außerhalb der Hochschule für das Institut die Kurzform EMK etabliert hat, haben die ersten Mitglieder dem Fördervereins spontan den Namen “EMKlub” gegeben, der inzwischen ca. 300 Mitglieder aus dem Kreis der Studierenden, der Institutsmitarbeiter/innen und ehemaligen EMKlern hat. In der Mitgliederversammlung 2018 wurde eine Namensänderung des Fördervereins beschlossen, weil das Institut für EMK in der bisherigen Form nicht mehr besteht. Damit der Förderverein für Studierende und zukünftige EMKlub Mitglieder weiterhin attraktiv bleibt, wurde der neue Name “Verein der Freunde der Praktischen Entwicklungsmethodik an der Technischen Universität Darmstadt e.V.” gewählt. Mit diesem Fokus auf die ausgezeichnete Lehre der Entwicklungsmethodik soll das Netzwerk verstärkt werden zwischen den Absolventen des (ehemaligen) Instituts für EMK und den derzeitigen / zukünftigen Studierenden und Mitarbeitern der vier Fachgebiete, die die Praktische Entwicklungsmethodik unterstützen.

 

Fachgebiete der TU Darmstadt , die die Praktische Entwicklungsmethodik (PEM) unterstützen

IMNS Integrierte Mikro-Nano-Systeme

MUST Mess- und Sensortechnik

LT Lichtechnik

IES Integrierte Elektronische Systeme